LE GRAND BLOC, Serie seit 2011.

 

 

LE GRAND BLOC ist eine fortlaufende Serie von malerisch verdichten Collagen. Der Titel der Serie ist der Produktbezeichnung des immer gleichen Papierblocks entnommen, der für die Blätter verwendet wird.

Die Blätter sind Protokolle der subjektiven Reaktionen, die die tägliche Begegnung mit dem medialen Bilderstrom in mir auslöst. Sie stellen einerseits Vermutungen über gänzlich fremde Personen und Ereignisse dar und werfen andererseits Schlaglichter auf meinen Bewusstseinsstrom, der an die unübersichtliche Fülle dort draußen angeschlossen ist. Wenn das Experiment dieser Serie gelingt, wird sie in der Summe die Atmosphäre einer bestimmten Art von Gesellschaft repräsentieren.

 

Diese Geisterarmee unbezwingbarer Subjektivitäten, die durch den privaten Schutzraum meiner vier Wände marschiert. Fremde Seelen, die in dem anonymen Bilderstrom treiben, im Spiegel meiner bürgerlichen Angst und Hoffnung. Was sind das für Leute? Und kann dieser winzige Eindruck, den ein billiger Fetzen Papier hergibt, eine Ahnung davon geben? Ich stehe in einer undeutlichen Landschaft, die in der Landkarte meine Halbwissens mehr atomsphärisch als räumlich lokalisiert ist und sehe um mich herum Klischees über Klischees. Aber möblieren diese nicht tatsächlich den Alltag von uns allen? Und doch gibt es da auch noch dieses Andere, ganz gleich, wo man hinblickt. Dieses Andere belebt die Abziehbilder.